Chronik Dokumente
Vom Männerturnverein „Vater Jahn" über den F.C. „Adler" zum S.V. „Grün-Weiß" Vallstedt von 1897 e.V.
Vom 1. Vorsitzenden, Bauingenieur Fritz Giesemann, Vallstedt
Die Anfänge (1897 – 1914)
Am 7. 8. 1897, zu einem Zeitpunkt, als in Vallstedt etwa 800 Menschen lebten, im Land Braunschweig der Herzog Ernst-August regierte, als ein Fahrrad eine seltsame Erscheinung in unserem Dorf war, gab es eine Schar junger Männer, die sich nach dem Vorbild größerer Stadtvereine zusammenschlossen und den 1. Turnverein in Vallstedt ins Leben riefen. Zu den Gründern gehörten mit Sicherheit die inzwischen verstorbenen Willi Kiel, Fritz Riechelmann, Albert Schünemann und Wilhelm Warnecke.
Daß es für die jungen Sportler kein einfacher Sport war, kann man sich vermutlich vorstellen. Für den Aufbau des Vereins gab es keine Zuschüsse vom Landessportbund oder vom Kreis und auch nicht von der Gemeinde. Erst nach und nach wurden die erforderlichen Geräte gekauft, um dann auf dem Saal der Langemannschen Gastwirtschaft mit dem Turnen zu beginnen. Nach den noch zur Verfügung stehenden Unterlagen mögen es in den ersten Jahren bis zur Jahrhundertwende etwa 30 Männer gewesen sein, die dem MTV angehörten.
Außer den wöchentlichen Übungsabenden, die immer rege besucht wurden, reisten die Aktiven zu den Wetturnfesten in der näheren und weiteren Umgebung. Mancher Eichenlaubstrauß oder -kranz wurde mit in den Heimatort gebracht. Am 20. 5. 1907 war dann ein großer Tag für den jungen Turnverein, an diesem Tage wurde nämlich die Fahne, die bis zum 75jährigen Jubiläumstag ihre Dienste tun wird, geweiht. Mitten in das weitere Gedeihen dieser Turnbewegung platzte im Jahre 1914 der erste Weltkrieg. Die jungen Männer mußten die Turnkleidung mit der grauen Soldatenuniform vertauschen, und somit kam die Turnerei in Vallstedt zum Erliegen.
Die Gründung des F.C. „Adler" (1916) und die Zwischenkriegszeit
Trotz des beginnenden Krieges und der vielen Verleumdungen und Angriffe gegen den Fußball ließ sich die Entwicklung dieser Sportart auch in unserem Ort nicht aufhalten. Am 15. 4. 1916 trafen sich einige junge Burschen, zu ihnen gehörten u.a. Erich Siedentop, Karl Bente, Otto Langemann, Walter Reupke, Gustav Sackmann und Wilhelm Vornkahl, und meinten unter der ehemaligen „Lehnschen Mühle", wenn andere Fußball spielen, warum können wir diesen nicht nacheifern; sie gründeten also einen Fußballverein.
In dieser Entwicklungszeit war es wohl so Brauch, daß man sich ein mächtiges Tier als Bundesgenossen oder Schutzpatron aussuchte. Die Vallstedter nahmen den Adler, den König der Vogelwelt, als Wappen, und der F. C. „Adler" von 1916 war aus der Taufe gehoben. Als ihren Vorsitzenden wählten die Fußballbegeisterten Erich Siedentop. In der Zeit um Himmelfahrt des Gründungsjahres fuhren 3 Auserwählte nach Braunschweig, um im Sportgeschäft Bewig auf der Poststraße den ersten Fußball zu erwerben. Nach dieser Anschaffung fehlten noch viele andere Sachen, die in oder nach der Kriegszeit besorgt werden mußten.
Es gab jetzt also zwei Sportvereine in unserer Gemeinde. Obwohl in beiden verschiedene Sportarten betrieben wurden, war doch die Rivalität groß. Jeder versuchte, die Jugend für sich allein zu gewinnen. Bilder und schriftliche Unterlagen aus der Nachkriegszeit beweisen, daß die Sportbegeisterten größtenteils beiden Vereinen angehörten. Es wurde im MTV geturnt und im F. C. „Adler" Fußball gespielt.
Fußball gespielt, wo? Wie bei vielen anderen, neu gegründeten Fußballvereinen, mußten hierfür Wiesen, Weiden und Stoppelfelder herhalten, Stangen und Latten, die für die Errichtung der Tore benötigt wurden, mußten von Woche zu Woche abgebaut und anderswo aufgestellt werden. Die ersten Freundschaftsspiele wurden mit den Nachbargemeinden Lengede und Groß Lafferde ausgetragen. Mit Pferd und Wagen, manchmal auch zu Fuß, ging es über holprige Straßen und Wege nach Oelsburg oder nach Bülten.
Der Männerturnverein „Vater Jahn", der inzwischen 70 Mitglieder zählte, veranstalltete gleich nach dem Krieg ein großes Wetturnfest, zu dem viele befreundete Vereine erschienen waren. Die Fußballer, die das Wilksche Gasthaus als ihr Domizil gewählt hatten, suchten zunächst vergeblich nach einem brauchbaren Fußballplatz. Erst nach eingehenden Besprechungen mit den Gemeindevätern wurde auf dem sich hierfür anbietenden Gelände am Engelnstedter Weg im Jahre 1926 der erste Vallstedter Fußballplatz geschaffen. Die Einweihung war natürlich ein Fest für alle Vallstedter, vor allem für die etwa 50 Vereinsmitglieder. Der damalige Vereinswirt Gustav Wilke ließ es sich nicht nehmen, den Platz mit einer Flasche Schaumwein zu taufen.
Neben dem Spielfeld, das wegen seiner geringen Abmessungen und seiner leichten Hanglage zu einer gefürchteten Wettkampfstätte für die Gastvereine wurde, wurde für die Leichtathleten eine Weitsprung-, Hochsprung- und Kugelstoßanlage geschaffen. Gemeinsam wickelten beide Vereine ihre leichtathletischen Wettkämpfe an dieser Stelle ab. Bilder zeigen die MTVer mit den „Adler-Jungen" vereint. Natürlich wurden die Elm- und Asse-Wettkämpfe sowie turnerische und leichtathletische Veranstaltungen in der weiteren Umgebung besucht.
Das Gedeihen dieser beiden Vereine – die Fußballer spielten mit ihrer 1. Mannschaft in der Kreisklasse A u.a. mit den Braunschweiger Vereinen Acosta, Schwarz-Weiß, BSV und mit den Nachbarvereinen Broistedt und Lengede – wurde durch den Beginn des 2. Weltkrieges im Jahre 1939 gestoppt.
Neuanfang nach 1945: S.V. „Grün-Weiß" Vallstedt
Am Ende des furchtbaren Krieges 1945 mußte das Sportleben auch in Vallstedt neu erweckt werden. Nicht nur Einheimische, sondern Menschen aus allen Teilen Deutschlands waren nach hier gekommen, um in der neuen Heimat weiter zu leben. Schnell schlossen Schlesier, Ostpreußen, Pommern, Sudetendeutsche und Niedersachsen im Sportverein Bekanntschaft und Freundschaft. Hand in Hand ging man an die Arbeit, um noch einmal von vorn anzufangen.
Am 14. 10. 1945 wurde die erste Versammlung einberufen und dabei unter der Leitung von Albert Schmidt u.a. festgestellt, daß auf Weisung der damaligen Militärregierung die alten Vereinsnamen nicht weitergeführt werden durften. Bevor man einen neuen Namen suchte, der bald mit „Grün-Weiß" Vallstedt von 1897 gefunden wurde, wurde im Einvernehmen aller anwesenden Sportler darüber Einigkeit erzielt, daß von jetzt ab nur ein Sportverein in dem damals ca. 1500 Einwohner zählenden Vallstedt existieren soll.
Zu der bald wieder erstarkten Fußballabteilung gesellte sich als erstes eine Turnabteilung und vorübergehend sogar eine Gesangsgruppe, die jedoch später zum Männergesangverein überwechselte. Bald machte noch eine andere Sportart von sich reden. 1947 wurden aus Hartfaser- und Sperrholz die ersten Tischtennisplatten gebastelt und Tischtennisbälle besorgt. Die Geburtsstunde dieser Abteilung hatte geschlagen.
Die Begeisterung war groß, und die Mitgliederzahlen schnellten nach oben. Etwa 140 Jugendliche, Männer und Frauen zahlten jetzt ihre Beiträge und bestimmten das sportliche Leben in den ersten Nachkriegsjahren. Ihr Problem war vor allem die Sportartikelbeschaffung. Des öfteren waren englische Soldatenmannschaften Gäste der Fußballabteilung, die meistens einen Satz Trikots, ein Paar Fußballstiefel oder einen Fußball in Vallstedt ließen. Aber auch wir traten gegenüber den „Städtern" als Helfer auf. Für ein gutes Essen kamen sie zu einem Werbespiel zu uns. Sicher können sich noch einige Vallstedter Fußballfreunde an ein derartiges Treffen erinnern, als die Amateur-Oberliga-Mannschaft von VfB Rot-Weiß Braunschweig in bester Besetzung in Vallstedt erschien und nach einem scheinbar zu guten Imbiß mit einer 6:2-Niederlage die Heimreise antreten mußte.
Nach der errungenen Staffelmeisterschaft in der 1. Kreisklasse im Spieljahr 1949/50, die im Entscheidungsspiel in Lengede gegen Groß Gleidingen mit 3:1 gesichert wurde, erhielt der Sportverein im Jahre 1951 den jetzigen Sportplatz. Vorher hatten die Fußballer manchen cbm Boden mit einer Feldbahn der Fa. Vespermann, Bodenstedt, auf die tieferliegenden Flächen transportieren müssen.
Angeregt durch die neue Anlage, betätigte sich vor allem die Jugend, unter Leitung des inzwischen nach Vallstedt gekommenen Lehrers Otto Hesse, im Fußballsport, in der Leichtathletik und im Turnen.
Für die am Punktspielbetrieb teilnehmenden zwei Herren- und zwei Jugendmannschaften war das Fußballspieljahr 1954/55 ein besonderes Erlebnis, als unsere 1. Mannschaft mit den großen Rivalen Wendezelle und Uefingen um die Meisterschaft rang und dabei dem Besseren, nämlich dem TSV Wendezelle, den Vortritt überlassen mußte.
Im Jahre 1963 wurde ein weiterer Traum der Vallstedter Sportgemeinde realisiert. Mit großzügiger Unterstützung der Gemeinde, mit Hilfe der Sportverbände und des Landkreises Braunschweig, wurde eine moderne Umkleide- und Duschanlage direkt neben dem Sportplatz geschaffen. In fast 1000 freiwilligen Arbeitsstunden hat der Verein am Gelingen dieser Baumaßnahme mitgewirkt.
Zu den bereits vorhandenen Sparten gesellte sich im gleichen Jahr noch eine Schießsportabteilung, die bis zum heutigen Tage Träger unserer jährlich zu Pfingsten stattfindenden Sport- und Schützenfeste ist. Außerdem nimmt eine Mannschaft auf Kreisebene an den vom Schützenbund ausgeschriebenen Rundenwettkämpfen teil.
Trotz der nur unzureichend vorhandenen Anlagen für die Durchführung leichtathletischer Wettkämpfe, beteiligt sich der Verein vom Beginn der 60er Jahre an auch in dieser Disziplin, die auf Kreis-, ja sogar auf Bezirksebene, durchgeführt werden. Vor allem Michael Sobetzko, der noch heute die Vereinsrekorde im Hochsprung mit $1{,}70\text{ m}$ und im $100\text{ m}$-Lauf mit $11{,}4\text{ Sekunden}$ hält, und etwas später Hans-Albert Prüße, der mehrmals Kreismeister im Kugelstoßen wurde, repräsentierten den Verein bei den Kreisvergleichswettkämpfen. Die jährlich stattfindenden Kreiswaldlaufmeisterschaften wurden und werden teilweise sogar von einer größeren Anzahl von Sportlern und Sportlerinnen besucht. Wenn wir auch bisher keinen Kreiswaldlaufmeister stellen konnten, waren wir doch stolz über die 2. und 3. Plätze und über die guten Plazierungen in der Vereinswertung.
Hervorragend hat sich vor allem unsere Schuljugend bei den Deutschen Jugend-Mannschafts-Meisterschaften und bei den Mehrkampfmeisterschaften auf Kreisebene geschlagen. Oft gehörten die besten Jungen und Mädchen zum SV „Grün-Weiß" Vallstedt.
Bevor die Fußballspieler der 1. Mannschaft im Spieljahr 1964/65 Staffel- und Kreismeister werden konnten, mußten sie vor allem die befreundete „Elf" aus Bodenstedt und die Sportkameraden aus Brunsrode bezwingen. Auch in den darauffolgenden Jahren, in der Kreisklasse S, erlebten wir in Vallstedt und natürlich auch auf fremden Plätzen manche „heiße Fußballschlacht". Trotz aller Mühen war jedoch der Abstieg im Jahre 1968 nicht zu verhindern. Wie stolz war jedoch die Vallstedter Fußballgemeinde, als im nächsten Spieljahr die 1. und 2. Mannschaft sowie die C-Jugend zu Meisterehren kamen, und die Herrenmannschaft den Weg in die nächst höhere Spielklasse antreten konnte. Abgerundet wurden diese Erfolge in den Jahren $1970/71$, als die 1. Herren noch recht beachtliche Ergebnisse bei den Kreispokalspielen erzielte. Der Einzug ins Finale wurde uns erst durch die Bezirksligamannschaft aus Woltwiesche verbaut. Nicht zu vergessen die Pokalgewinne, die wir gegen stärkste Konkurrenz in Sierße und Söhlde zu verzeichnen hatten.
Das Turnen, das nach der Versetzung von Herrn Otto Hesse wegen fehlender Übungsleiter 1954 völlig zum Erliegen kam, feierte seine Wiedergeburt in den Jahren 1968/70 mit der Gründung einer Hausfrauengymnastik- bzw. einer Kinderspiel- und Turnabteilung. Durch die rege Beteiligung und bedingt durch die räumlichen Verhältnisse sind die Übungsleiterinnen leider gezwungen, den Übungsbetrieb in mehreren Zeitabschnitten aufrecht zu erhalten. Der bis zum Jahre 1968 ca. 175 Mitglieder zählende Verein erlebte einen gewaltigen Aufschwung und hat heute ca. 360 Männer, Frauen, Jungen und Mädchen, die sich auf die Fußball-, Gymnastik-, Kinderspiel-, Turn-, Leichtathletik-, Schieß- und Tischtennisabteilungen verteilen, zu betreuen. Daß dieses, gemessen an der Einwohnerzahl unserer Gemeinde von 1170 Personen, eine stattliche Zahl ist, braucht nicht besonders herausgestrichen zu werden.
25 Jahre Tischtennis beim S.V. „Grün-Weiß" Vallstedt von 1897 e.V.
Der Werdegang des sportlichen Lebens in unserem Ort wurde bis zum Ende des Krieges durch die Sparten Fußball, Turnen und Leichtathletik bestimmt. Jetzt, im Jahre 1947, gesellt sich zu den vorgenannten Abteilungen eine neue Sportart. Auf dem kleinen Saal der Wilkeschen Gastwirtschaft genügten zwei provisorisch zusammengebaute Hartfaserplatten kaum dem Ansturm der Tischtennisbegeisterten. Es war ein „Schlangestehen", bevor man mit einem Partner ein Trainingsspiel absolvieren konnte.
Natürlich waren nicht gleich die mit Gummi beschichteten Tischtennisschläger zur Hand. Der Verein hatte außer den Bällen vier mit einer Korkschicht versehene Exemplare erstanden. Ein Kapitel für sich war während dieses Zeitpunktes die Beschaffung der kleinen Zelluloid-Bälle. Entweder mußte man auf dem Schwarzmarkt recht viele Reichsmarkscheine opfern, oder einige Hühnereier, und das war 1947 ein rarer Artikel, dem Verkäufer anbieten.
Unter Herrn Lehrer Hesse, der 1950 nach Vallstedt kam, begann die Abteilung sich zu formen und zu wachsen. Der erste vorschriftsmäßige Tisch wurde in eigener Initiative geschaffen und mit Männern und Jungen wie Hesse, Pretorius, Knauerhase, Gärtner, Wolters, Ilse, Reichel, Wendehake, Ebeling und Zajons ging es in die ersten Punktspiele. Bei Wind und Wetter kam der Letztgenannte, zusammen mit den beiden Jugendlichen Kropp und Lange, per Rad von Uefingen zu den Wettkämpfen und Trainingsabenden.
Vor allem in den Anfangsjahren gab es manche Niederlage. Durch das regelmäßige intensive Üben wurden jedoch erhebliche Fortschritte erzielt und die 1. Mannschaft kletterte Stufe um Stufe höher, bis sie im Jahre 1953 die Bezirksklasse erreicht hatte. Beflügelt durch die guten Leistungen dieses Teams drängte vor allem der Nachwuchs nach vorn. Spieler wie Lange, Kropp und Koslowski gehörten auf Kreisebene zu den Besten ihres Jahrganges. Ja, sie vertraten ihren Verein und den Kreis sogar bei den Bezirksmeisterschaften, Koslowski sogar bei den Landesmeisterschaften.
Mit 2 Herren- und einer Jugendmannschaft ging es in die 60er Jahre. Mit Motorrollern und Motorrädern fuhren sie nach Braunschweig, Sierße, Vechelde, Schöppenstedt und Winnigstedt. In der kleinsten Abteilung unseres Vereins wurden und werden die Worte „Kameradschaft" und „Fairneß" groß geschrieben. Es war daher nicht überraschend, daß zu dieser Sparte noch weitere Sportler, wie Hübner und Löhmann, stießen und im Jahre 1963 der Aufstieg in die 1. Bezirksliga gelang. Nachdem man anfangs vor allem um den Klassenerhalt bemüht war, wurden die „Grün-Weißen" von Jahr zu Jahr stäker und schafften bis 1970 in fünfmaliger ununterbrochener Reihenfolge die Vizemeisterschaft in ihrer Staffel.
Was der Vallstedter Tischtennissport noch heute für die in diesem Bericht erwähnten Sportfreunde wert ist, mag man daraus ersehen, daß sie aus Hamburg, Hannover, Braunschweig, Wenden und Uefingen zu den Wettkämpfen kommen, um ihren Verein bei den Spielen in den Landkreisen Goslar, Gandersheim, Salzgitter, Wolfenbüttel und Braunschweig zu vertreten.
Im Jubiläumsjahr verteilen sich die ca. 40 Mitglieder dieser von Arno Pretorius hervorragend geführten Abteilung auf die 1. Mannschaft (1. Bezirksliga), die 2. Mannschaft (1. Kreisliga), die 3. und 4. Mannschaft (beide 3. Kreisliga) und eine Jugendmannschaft, die in der 1. Kreisliga spielt. Möge die Sparte Tischtennis weiter wachsen und zu dem Erfolg kommen, den sie sich schon lange wünscht, nämlich den Aufstieg ihrer 1. Mannschaft in die Verbandsklasse.
Ereignisse von 1972 bis 1975
Im Jahre 1972 feierte der Sportverein sein 75jähriges Bestehen. Dieses gelungene Fest begann mit den Tischtennispokalspielen im April/Mai, erlebte seinen Höhepunkt am 19. 5. beim Festgottesdienst, dem Kommers mit der Fahnenweihe, am 20. 5. und 21. 5. bei den Darbietungen der Sportler und der Fallschirmsportspringergruppe des Aero-Club, Braunschweig, dem Frühstück und dem Ermitteln der Schützenkönige. Die Festwochen klangen aus mit einem großen Fußballpokalturnier in der Zeit vom 30. 5. bis 17. 6. 1972.
Gleich nach diesen Festlichkeiten wurden bei der Gemeinde Vallstedt ernsthafte Überlegungen angestellt, die lange herbeigesehnte Sporthalle zu planen. Nach vielen Gesprächen mit den zuständigen Behörden, den Planern und Vertretern des Sportvereins, fiel der Startschuß zum Bau der Anlage im Februar 1974, also kurz vor dem Inkrafttreten der Gebietsreform. Bei der Grundsteinlegung im Mai zeigte sich schon die Gemeinde Vechelde verantwortlich. Ein kleines Volksfest war dann die Einweihungsfeier am 31. 1. und 1. 2. 1975. Viele Vallstedter Vereine, wie der Männergesangverein, der Frauenchor, der Musikzug der Junggesellschaft und natürlich die einzelnen Abteilungen des Sportvereins waren bei der Programmgestaltung dabei.
Wie kaum anders zu erwarten, erlebte der Sportverein nach Fertigstellung der Halle einen weiteren Mitgliederzuwachs. Zu den bisherigen Sparten Fußball, Gymnastik, Leichtathletik, Schießen, Tischtennis und Turnen gesellten sich die Abteilungen wie Prellball, Tennis und Volleyball. Heute zählt der Verein rd. 450 Männer, Frauen, Jungen und Mädchen in seinen Reihen.
Es sollte nicht unerwähnt bleiben, daß, bedingt durch die Gebietsreform im Jahre 1974 nach Auflösung des NFV Kr. Braunschweig Land, die Fußballer unseres Vereins schon im Spieljahr 1974/75 dem Kreis Peine zugeordnet wurden. Vom 1. 1. 1975 an wurden auch die anderen Sparten dem Kreissportbund Peine zugeteilt.
Vereinslieder und Hymnen
Einstmals wurde im FC Adler gesungen:
Brüder laßt die Bundesfahne in den Lüften wehn, ja Lüften wehn.
Grün und Weiß sind unsere Farben, die voran uns ziehn, voran uns ziehn.
Drum frisch herbei ihr Adlerjungen, haltet euer Wort,
haltet FC Adler in Ehren, daß er blühe fort.
./. Wir halten fest und treu zusammen, hipp, hurrah, hipp hurrah! ./Unser Torwart auf der Lauer schaut bedächtig drein.
Die Verteidigung, wie eine Mauer, fürchtet keinen Feind, keinen Feind.
Und die kleinen flinken Läufer schießen jeden Fall hervor,
so daß die kleinen flinken Stürmer schießen Tor auf Tor.
./. Wir halten fest....../Dieses Liedlein ward gesungen in einer Sommernacht, einer Sommernacht.
Lustige Adlerjungen haben es erdacht, ja erdacht.
Drum frisch herbei ihr Adlerjungen, haltet euer Wort,
haltet FC Adler in Ehren, daß er blühe fort.
./. Wir halten fest....../
Als Motto gesungen:
Aber eins, aber eins, das bleibt bestehn,
der FC Adler wird nicht untergehn.
Heute wird gesungen:
Aber eins, aber eins, das bleibt bestehn,
der SV Vallstedt wird nicht untergehn.